
Kronen Zeitung
BEICHLER ÄRGERT SICH:
„So hast du fast keinen Anspruch auf den Titel“
„So hast du am Ende aber fast keinen Anspruch auf den Titel, wenn du die Spiele immer wieder auf diese Weise hergibst.“ Salzburg-Coach Daniel Beichler war nach dem 1:1 gegen Sturm verärgert. Hier die Stimmen zum Spiel (via Sky) ...
Daniel Beichler (Trainer FC Red Bull Salzburg): „Am Ende passt es einfach auch dazu. Das ist ein Spielfilm, der gefühlt jetzt schon mindestens fünfmal in dieser Saison vorgekommen ist. Du kassierst in der Nachspielzeit das Tor, schießt dann selbst noch mal eins, und dann ist es wieder Abseits. Es wird schon die richtige Entscheidung gewesen sein, aber es passt halt dazu, dass wir genau diese Zentimeter dann wieder drinstehen. Wenn man allein diese Punkte hernimmt, die wir in der Nachspielzeit oder in den letzten drei, vier Minuten hergegeben haben, dann wäre man ja fast schon durch. So hast du am Ende aber fast keinen Anspruch auf den Titel, wenn du die Spiele immer wieder auf diese Weise hergibst.“
…über den Anspruch auf den Meistertitel: „Ja, jetzt fühlt es sich für mich überhaupt nicht danach an, von irgendeinem Titel zu sprechen. Dafür ist die Enttäuschung jetzt einfach viel zu groß. Jetzt müssen wir erst mal schauen, was der LASK morgen macht. Das gehört zur Wahrheit dazu: Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand. Wenn der LASK morgen gewinnt, dann sind sie zwar noch nicht durch, aber wie gesagt, wir haben es nicht mehr selbst in der Hand. Wenn sie unentschieden spielen, sind wir wieder dabei. Mich nervt es einfach, dass wir zu viel nach links und rechts schauen müssen, statt heute unsere drei Punkte mitzunehmen.“
Yorbe Vertessen (Salzburg-Spieler): „Ich glaube, wir haben ein gutes Spiel geliefert, aber es fühlt sich wie eine Niederlage an. Die Mannschaftsleistung war eigentlich sehr gut, aber das Gegentor können wir natürlich besser verteidigen. Das ist so unglücklich. Es ist heute wirklich wie eine Niederlage, so fühlt es sich an. Wir hätten die drei Punkte mitnehmen müssen.“
…über die Meisterchancen von Salzburg: „Natürlich kämpfen wir darum. Aber wie ich schon sagte: Es fühlt sich heute wie eine Niederlage an. Aber zwei Runden haben wir noch. Wir müssen unsere beste Leistung zeigen und hoffentlich geht sich das noch aus.“
Stefan Lainer (Salzburg-Spieler): „Also heute ist der Spielverlauf sinnbildlich für die Saison. Es ist für den Kopf extrem anstrengend. Wir müssen uns immer wieder aufrappeln, auch jetzt wieder nach dem Spiel im Endeffekt. Das 1:1 ist ganz unnötig und bitter. Dann machen wir noch das Tor und dann dauert es sechs Minuten, bis wir endlich erfahren, dass der Treffer nicht zählt. Also sinnbildlich für die Saison: extrem bitter.“
…über die Gründe für die vielen späten Gegentore: „Ja, ich glaube, das passiert anderen Mannschaften auch. Im Endeffekt hätten wir viele Kontersituationen besser ausspielen können, sodass wir das Spiel vorzeitig entscheiden. Das wäre heute wichtig gewesen, dann gewinnst du das vielleicht 2:0. Bei einem 1:0 bleibt Sturm natürlich immer dran, sie haben einfach die Qualität. Auch durch ihre Einwechselspieler haben sie noch mal Qualität dazubekommen. Das hat dann für das eine Tor gereicht - und uns hat das eine Tor eben heute nicht gereicht. Wir hätten das zweite machen müssen und hätten die Chancen dazu auch gehabt.“
…über die Salzburger Meisterchancen: „Ja, es ist mir im Moment zwar nicht wurscht, aber wir müssen uns jetzt erst einmal wieder aufrappeln, nach diesem Nackenschlag. Wir haben natürlich nächste Woche schon wieder ein Spitzenspiel, aber nichtsdestotrotz liegt es natürlich nicht mehr in unserer Hand. Und deswegen müssen wir das Spiel jetzt einfach abhaken und die Lehren daraus ziehen. Aber im Endeffekt tut es heute schon weh.“
Fabio Ingolitsch (Sturm-Trainer): „Die Anfangsphase haben wir verschlafen, da haben wir Angsthasenfußball gespielt. Sie haben das ausgenützt. Dann haben wir uns gut ins Spiel gearbeitet, in der Pause habe ich deutliche Worte gefunden. Die Jungs haben eine gute Reaktion gezeigt, das Zepter klar in die Hand genommen. Der Lucky Punch am Ende fühlt sich sehr gut an, es fühlt sich mehr als Sieg als ein Remis an. Man darf auch nicht vergessen, dass wir sehr stark ersatzgeschwächt waren. Wir sind mit dem Ziel hergekommen, uns wieder an die Tabellenspitze zu kämpfen, das haben wir geschafft. Ich habe leider keine Glaskugel. Wir werden am Montagabend sehen, wie wertvoll der Punkt war.“
Jon Gorenc Stankovic (Sturm-Spieler): „Die Schlussphase war verrückt, aber ich glaube, wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht - vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir haben das Spiel kontrolliert und Chancen gehabt, aber leider das Tor erst zu spät gemacht, um in Salzburg mehr mitzunehmen. Die Räume waren da, aber wir haben sie nicht gut genutzt. Ich glaube, wir hatten mit Gizo eine richtig gute Chance; wenn wir da das Tor treffen, steht es 1:1. Ich glaube, Salzburg hatte auch nicht richtig viele Großchancen. Ein Fehler von uns in der ersten Halbzeit hat zum Gegentor geführt. Es ist jetzt so, wir müssen diesen Punkt mitnehmen. Es wird noch knapp.“
…über das Tor von Axel Kayombo: „Mich freut es persönlich für den Jungen, weil er hart gearbeitet hat. Es ist eben so, dass nur elf Spieler von Anfang an spielen können, aber wir brauchen die ganze Mannschaft – die achtzehn im Kader und auch die, die zu Hause sind. Alle müssen bereit sein, weil wir ein paar Verletzte haben. Es ist nicht einfach, und wir brauchen den gesamten Kader.“
…auf die Frage, ob man nur mit Unentschieden Meister werden kann: „Ich glaube, es ist schwer, unmöglich sogar. Aber ja, so wie dieses Spiel heute verlaufen ist, müssen wir diesen Punkt mitnehmen, weil wir am Ende noch dieses „Lucky Goal“ gemacht haben. Ich glaube, am Ende war es dann auch verdient.“
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